"Zur Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf." -afrik. Sprichwort-
          "Zur Erziehung eines Kindes braucht man ein ganzes Dorf."              -afrik. Sprichwort-

Wer hat ihn nicht zu Hause: den kleinen Trotzkopf

Kennt ihr das auch: Euer Kind ist muffelig, motzig, sagt zu allem Nein, die Hörnchen wachsen aus dem Nichts, es wird ohrenbetäubend und jede Kleinigkeit löst einen Wutanfall aus ...Willkommen in der Trotzphase!

 

Warum aber sind kleine Kinder manchmal trotzig?

 

  1. Worte für starke Gefühle fehlen (Wünsche, Frust, Wut, Ärger, Enttäuschung)

 

Bsp.: Das Auto auf dem Schrank möchte ich unbedingt haben. Vom ersten Kletterversuch hält mich Papa aber gleich ab und gibt mir den Teddy vom Schrank, aber den wollte ich doch gar nicht haben. Das der Papa mich nie versteht…zum verzweifeln. (24 Monate)

 

  1. sich selbst als „ich“ entdecken

 

„Ich bin ich“

„Das ist meins“

„Ich kann etwas bewirken“

„Ich kann alles ausprobieren“

 

Genau diese Einstellung versucht Ihr Kind in die Tat umzusetzen. Allerdings hat es nicht eingeplant, dass es Regeln und Grenzen gibt, das nicht alles sofort funktioniert und manche Situation Übung benötigt. Ihr Kind denkt es ist der Mittelpunkt der Welt und muss erst nach und nach die Grenzen seiner Möglichkeiten austesten und somit kennen lernen.

 

  1. Selbstständigkeit braucht Sicherheit

 

Ab frühestens dem 6. Monat kann Ihr Kind zwischen fremden und vertrauten Personen unterscheiden. Ab da an beginnt das sogenannte „fremdeln“. Die Trennungsangst und Angst vor Fremden ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Die Angst kann sich schnell in Form von Trotzanfällen äußern. Aber diese Angst ist auch gut so, denn sie schützt Ihr Kind vor Gefahren. Wenn Ihr Kind bereits laufen kann weiß es noch nicht, welcher Gegenstand gut und welche Person gutes oder böses will. Deswegen zieht es Ihr Kind vor ganz in Ihrer Nähe zu bleiben. Dieses Verhalten braucht manchmal Ermutigung aber keinesfalls ein Drängeln.

 

  1. Zwischen den Stühlen von Neugier und Sicherheit

 

Oft ist Ihr Kind hin- und hergerissen zwischen der Sicherheit durch Ihre Nähe und der Neugierde auf die Welt. Dazu sollen Sie am besten noch alles toll finden, was Ihr Kind macht. Eine Zurückweisung, wie ein „Nein“ versteht Ihr Kind als Zurückweisung. Dass Sie es aus Fürsorge und Liebe verbieten, versteht Ihr Kind noch nicht. Diese Einsicht kommt erst ab ca. 3 Jahren. Auch wenn Ihr Kind die Zurückweisung Ihrerseits ängstlich stimmt und lieber Anerkennung bekommen würde, ist die Reaktion „Nein“ ein wichtiger Lernprozess für Ihr Kind, um zu erfahren, was gut und weniger wünschenswert ist.

Die Situation haben Sie sicherlich auch schon erlebt: Ihr Kind spielt mit einem Spielzeug, ein anderes Kind kommt hinzu und möchte auch damit spielen. Das geht natürlich gar nicht! Also wird schnell mal an den Haaren gezogen oder ähnliches. Dass dies dem anderen Kind wehtun könnte, versteht Ihr Kind noch nicht. Die Fähigkeit sich in einen anderen Menschen hinein versetzen zu können, entwickelt sich erst ab ca. dreieinhalb Jahren.

 

 

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Elterncafé:

23.11.2018: "Stillen: Ein Thema voller Mythen"

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09.11.2018: "Warum Kinder Wurzeln, aber auch Flügel brauchen" 18-21 Uhr im Systemischen Institut Mittelsachsen, Döbeln

 

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